Jakobswege nach Santiago de Compostela
Viele Jakobswege führen nach Santiago de Compostela. Vier von ihnen habe ich mit
dem Rad befahren. Meine Eindrücke und Einschätzungen sind nachfolgend beschrieben.
Mit den Pyrenäen als Ausgangspunkt führt der klassische Jakobsweg durch die
unterschiedlichsten Vegetationen. Er ist geprägt von Geschichte, Kultur und Kunst.
Die Gesamtheit der Eindrücke bildet die Basis einer intensiven inneren Einkehr.
Camino Francés
Wer einsam seinen Pilgergang auf einem Jakobsweg machen möchte, ist auf dem
Camino Real richtig. Allerdings besitzt dieser Weg wenig von dem, was der
Camino Francés im Überfluss bietet. Bei den gegebenen Voraussetzungen, wie zum
Beispiel geschlossenen Kirchen und keine oder nur wenige Mitpilger, kommt –
zumindest bei mir – keine rechte „Pilgerstimmung“ auf.
Camino Real de Madrid
In den letzten Jahren wurde der Camino del Norte bei den Jakobspilgern immer
beliebter.
Führt der Weg doch nahe der Küste durch ausgedehnte Waldgebiete, in denen man
sich zum Teil wie in einem Urwald versetzt fühlt. Der Camino del Norte ist sicher
eine empfehlenswerte Alternative zum französischen Jakobsweg. Leider sind auch
hier die Kirchen geschlossen.
Camino del Norte
Der wohl schönste, aber auch in Teilbereichen anstrengendste Weg führt über
340 Kilometer von Oviedo nach Santiago de Compostela. In Melide (Palas de Rei)
trifft er auf den Camino Francés.
Durch die sich hier treffenden Pilger ist es aus mit der Ruhe und Besinnlichkeit,
die bislang Wegbegleiter waren. Da dies mittlerweile starke Ausmaße angenommen hat,
war dies meine letzte Pilgertour nach Santiago de Compostela.
Camino Primitivo
Amüsant wird beschrieben, mit welchen kommerziellen Auswüchsen der Pilger auf
seinem Weg konfrontiert werden kann.
Camino de Comercio
Tracks für viele Pilgerwege werden von
www.caminosantiago.org
zum freien Download angeboten.